30 Jahre mühlenfrisch: Die Ölmühe Solling feiert Jubiläum
Danke.
Seit 30 Jahren dürfen wir auf Ihre Treue und Ihr Vertrauen bauen. Die langjährige Verbundenheit ist für uns eine Bestätigung unserer Arbeit. Vielen Dank dafür.
Unsere Jubiläumsessige - im Eichenfass gereift
Unsere limitierten Jubiläumsessige sind hochwertige, in Barriquefässern gelagerte Spezialitäten, die sich durch einen unverwechselbaren Geschmack und fein-nuancierte Aromen auszeichnen.
Jubiläumskochbuch: 30 Jahre, 30 Rezepte
Unser Kochbuch ist eine Hommage an die Einfachheit der Küche und die Leidenschaft des Kochens. Es bietet eine Genussreise in die Welt der aromatischen Vielfalt unserer Bio-Spezialitäten.
Unsere Lieblinge aus 30 Jahren
Unser Jubiläumsfest am 20. Juni 2026
Unser Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Ihnen feiern – mit einem Mühlenfest voller Genuss, Begegnung und Kulinarik. Das Areal der Ölmühle verwandelt sich in ein Festgelände.
Die Gründerfamilie im Gespräch
Zum 30-jährigen Jubiläum blickt die Familie Baensch auf Anfänge, Meilensteine und Werte ihres Unternehmens zurück – ein Gespräch über Bio-Leidenschaft und Familientradition.
Wie kam es 1996 zur Gründung der Ölmühle Solling?
Werner Baensch: Als wir Anfang der 90er Jahre nach einigen Jahren in der Entwicklungshilfe aus Südamerika und Asien zurück ins Weserbergland kamen, wollten wir etwas Eigenes schaffen – mit Sinn, Qualität und Bestand. Die Jahre im Ausland, unter anderem in der Dominikanischen Republik und in China, haben uns geprägt. Die Idee, kaltgepresste Öle herzustellen, entstand dort. In einem Projekt lernten wir die Kaltpressung von Speiseölen kennen und begeisterten uns schnell für dieses Handwerk.
Gudrun Baensch: Auch an die Herstellung von Frischeprodukten wie Käse haben wir gedacht. Das wäre für uns mit zwei kleinen Kindern jedoch nicht praktikabel gewesen. Wir suchten etwas Haltbares, Natürliches – und da war Öl ideal. Vor allem im Weserbergland, umgeben von bester Bio-Rohware. So fiel uns die Entscheidung, Ölmüller zu werden, leicht.
Welche Rolle spielt Bio für euch – damals und heute?
Sebastian Baensch: Bio bedeutet für uns schon immer mehr als nur der Verzicht auf Pestizide. Es geht um partnerschaftliche Beziehungen, faire Strukturen, transparente Lieferketten – und kurze Wege, wo es möglich ist. Ein Teil unserer Rohstoffe stammt aus der Region, wie Raps- oder Hanfsamen. Ein anderer Teil kommt aus Projekten in Übersee, etwa Kokos oder Sesam. Aber egal woher, entscheidend ist die Qualität und, dass die ökologischen und sozialen Bedingungen stimmen.
Werner Baensch: Bio war für uns nie eine Marketingentscheidung – es war von Anfang an unsere Grundhaltung aus Überzeugung. Wir sind Bio-Pioniere durch und durch, seit 30 Jahren bio-zertifiziert und darüber hinaus stolze Partner von Naturland Fair.
Sarah und Sebastian, ihr seid mit der Ölmühle Solling groß geworden – wie habt ihr diese Zeit erlebt?
Sebastian Baensch: Wir waren schon als Kinder immer mit dabei. Öl war stets im Auto, selbst Familienreisen wurden mit Auslieferungen verbunden. Ich habe mein erstes Taschengeld mit dem Kaltrühren von Kokosseifen verdient – ein traditionelles Handwerk, das ich als Teenager erlernt habe und das wir in unserem Betrieb bis heute praktizieren.
Sarah Baensch: Wir haben auch in den Schulferien und später während des Studiums in allen Bereichen mitgearbeitet – Abfüllung, Versand, Kundenbetreuung, Verkauf. Das prägt den Blick fürs Ganze.
Was war für den Generationswechsel besonders wichtig?
Gudrun Baensch: Unsere Kinder waren immer frei in ihrer Entscheidung, den Betrieb zu übernehmen. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass sie diesen Weg gemeinsam eingeschlagen haben. Wir haben uns Stück für Stück zurückgezogen und stehen bis heute beratend zur Seite.
Sarah Baensch: Für das Vertrauen unserer Eltern sind wir sehr dankbar. Wichtig war von Anfang an, dass jeder seine eigenen Verantwortungsbereiche hat und eigene Stärken einbringen konnte. Erwartungen und Ziele wurden immer klar kommuniziert. Für mich ist es ein großer Gewinn, den Familienbetrieb heute gemeinsam mit meinem Bruder weiterzuführen – im ständigen Austausch und mit gegenseitiger Unterstützung.
Ihr seid als Familie tief mit dem Betrieb verbunden. Welche Erlebnisse und Meilensteine bleiben besonders in Erinnerung?
Werner Baensch: Gudrun und ich haben in den letzten Jahrzenten viele Projekte und Lieferanten auf der ganzen Welt besucht, an die wir uns gerne und oft erinnern. Solche Besuche verbinden. Sie zeigen, dass hinter jedem Rohstoff Menschen und Geschichten stehen. Das ist eine besonders schöne Seite am Ölmüllersein.
Sebastian Baensch: Ich war zum Beispiel in Indien und habe dort einiges über die Qualität von Bio-Gewürzen wie Zimt, Kurkuma und Ingwer gelernt. In Marokko konnte ich miterleben, wie traditionell und aufwendig Arganöl hergestellt wird. Das sind Erlebnisse, die ich nicht mehr vergesse.
Sarah Baensch: Aber auch die Meilensteine vor Ort bleiben im Kopf: Das Team ist gewachsen, wir sind umgezogen, das Sortiment ist breiter und viele Prozesse sind digitaler geworden – aber unser Fokus ist geblieben: handwerkliche Bio-Qualität statt Massenproduktion. Ein Meilenstein war die Entstehung unseres Onlineshops. Dieser spielt heute eine tragende Rolle, dort verkaufen wir einen Großteil unserer Produkte.
Gudrun Baensch: Und doch kommt manchmal noch eine liebevoll per Hand geschriebene Postkarte von langjährigen Stammkunden mit einer Bestellung bei uns an. Das sind Momente, in denen ich mich besonders gerne an die ersten Jahre erinnere.
Was bleibt nach 30 Jahren als größter Erfolg?
Sarah Baensch: Für mich ist ein großer Erfolg, dass wir unsere naturbelassenen Produkte, die mit echter Leidenschaft entstehen, an Menschen weitergeben dürfen, die deren Wert zu schätzen wissen. Dass Menschen unsere Arbeit seit drei Jahrzehnten begleiten und uns vertrauen – das ist für uns das schönste Lob.
Sebastian Baensch: Dass wir mittlerweile ein großartiges Team mit über 75 engagierten Mitarbeitern sind. Manche von ihnen sind fast von Beginn an dabei. Wir sind stolz auf unser Team und sehr dankbar für die Unterstützung.
Gudrun Baensch: Wir haben als Familie etwas Sinnvolles an einem wunderschönen Ort mitten im Weserbergland geschaffen – mit klaren Werten und viel Herzblut.
Werner Baensch: Für mich ist es ein großer Erfolg, dass unsere Kinder das Unternehmen mit Überzeugung weiterführen – vielleicht eines Tages sogar in dritter Generation.
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