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Leinsamen

aus Deutschland

Leinsamen
Naturland Zertfiziert
  • Bio-Leinsamen aus Deutschland
  • beste Naturland-Qualität
  • 99,9 % Reinheit
  • reich an Omega-3-Fettsäuren
  • vegan und frei von Zusatstoffen
  • nussiger Geschmack, bekömmlich und gut verdaulich
  • im lichtgeschützen, wiederverschließbaren Beutel

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Alternativ können wir Ihnen folgende Produkte anbieten:
Leinsamenmehl Leinsamenmehl teilentölt
Für unser feines Leinsamenmehl wird ungeröstete braune Leinsaat schonend entölt und vermahlen. Es enthält noch zirka 10 g Leinöl pro 100 g sowie pflanzliches Eiweiß und zirka 40 g Ballaststoffe pro 100 g. Das Leinmehl ist ideal als Zutat im Müsli, für Brot und Brötchen.
Leinsamen in der Hand

Das Besondere an unseren Bio-Leinsamen aus Deutschland ist der hohe Gehalt an Alpha-Linolensäure, eine essenzielle Omega-3-Fettsäure. Leinsamen sind von Natur aus von einer braunen, festen Hülle umgeben, die die wertvollen Inhaltsstoffe schützen. Sie enthalten zirka 40 g Fett pro 100 g. Zudem enthalten sie rund 20 g Ballaststoffe sowie 20 g Eiweiß pro 100 g.

Alpha-Linolensäure für einen normalen Cholesterinspiegel

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in der Health-Claim-Verordnung folgenden gesundheitsbezogenen Angaben für ALA bereits zugestimmt: Es trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Schon 2 Teelöffel Leinöl (à 3 g) decken den täglichen Bedarf an 2 g ALA eines Erwachsenen. Dabei sollte auf eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise geachtet werden.

Doch warum wird es immer schwieriger, den täglichen Bedarf an Alpha-Linolensäure zu decken? Im Laufe des letzten Jahrhunderts haben sich die Ernährungsgewohnheiten in den westlichen Ländern, so auch bei uns in Deutschland, verändert. Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren hat sich in der Nahrung von ursprünglich von etwa 3:1 auf bis derzeit nahezu 20:1 verschoben. Verantwortlich dafür sind unter anderem der regelmäßige Verzehr von Fertigmahlzeiten, Fast Food und eine einseitige Ernährung. Die Lebensmittelindustrie verwendet häufig raffinierte Speiseöle und -fette zur Herstellung von Lebensmitteln. Bei der Zubereitung werden Margarine und gehärtete Fette verwendet, die z. B. aus Sonnenblumenöl hergestellt werden und langfristig zu einem Anstieg der Omega-6-Fettsäuren im Organismus führen.

Das Gleichgewicht zwischen den beiden Fettsäuren hat einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion und den Stoffwechsel der Zellen im menschlichen Körper. Den Omega-6-Fettsäuren wird eine entzündungsfördernde und den Omega-3-Fettsäuren eine entzündungshemmende Wirkung im Organismus zugesprochen. Beide Wirkungsweisen sind essenziell für den Körper, allerdings ist das richtige Verhältnis für eine nachhaltige Gesundheit bedeutend. Leinsamen ebenso wie Leinöl sind ideal geeignet, um das Gleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren wiederherzustellen.

Wertvolle Ballast- und Schleimstoffe

Die Schleimstoffe, die sich in den Samenschalen der Leinsaat befinden, wirken im Darm als eine Art Quellmittel. In Verbindung mit Wasser quellen sie auf und regen auf diese Weise die Verdauung an. Aufgrund dieser Wirkung werden Leinsamen als pflanzliches Mittel gegen Verstopfung verwenedt – ebenso wie gemahlene Flohsamenschalen.

Eine weitere Superkraft von Leinsamen ist ihr Gehalt (rund 20 g pro 100 g) an wasserlöslichen Ballaststoffen. Die Schale der kleinen braunen Samen ist quellfähig und schleimbildend, wodurch eine bessere Passage der Nahrung im Darm ermöglicht wird. Wichtig bei der Aufnahme von Leinsamen ist zusätzlich eine hohe Wasseraufnahme.

Die Leinpflanze

Leinblüte Feld

Die Leinpflanze, auch als Flachs bekannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, die seit Tausenden von Jahren angebaut wird. Der Flachs ist eine einjährige Pflanze an seinen blauen Blüten erkennbar. Traditionell spielte sie auch in unserem Kulturkreis eine herausragende Rolle, erkennbar daran, dass viele Ausdrücke aus der Lein- oder Flachsverarbeitung Eingang in die Alltagssprache gefunden haben: Ob wir fröhlich herumflachsen, den Faden verlieren, eine Fahrt ins Blaue unternehmen, uns verhaspeln, jemanden durchhecheln oder etwas schäbig aussieht, der Ursprung all dieser Begriffe liegt in der aufwändigen Verarbeitung der Stängel des Flachses zu Leinen.

Hoch geschätzt wird der Lein seit Jahrtausenden auch wegen seiner essbaren Samen: Sie versorgen den Körper mit essenziellen Fettsäuren und Ballaststoffen. So hatte früher fast jedes Dorf seine eigene Ölmühle und Händler zogen durch die Straßen, um frisches Öl zu verkaufen. Da das Öl ein besonders hitze- und lichtempfindliches Öl ist, verlor es im Zuge der Industrialisierung jedoch an Bedeutung: Für die großtechnische Herstellung ist Leinsamenöl zu leicht verderblich und für den Handel über weite Strecken war es nicht haltbar genug. In unserer Ölmühle pressen wir das kostbare Öl aus diesem Grund täglich und stets in kleinen Chargen mühlenfrisch.

Leinsamen: geschrotet oder ungeschrotet

LeinsamenLeinsamen sollten erst kurz vorm Verzehr geschrotet werden

Leinsamen können ganz oder geschrotet verwendet werden. Aufgrund ihrer festen Schale wird jedoch meistens empfohlen, Leinsamen vor dem Verzehr mit einer Mühle zu schroten, denn der menschliche Körper kann die Samen nicht vollständig verwerten. Ihre harte Schale ist zugleich ein guter und wichtiger Schutz für die empfindlichen Fettsäuren. Sobald Leinsamen geschrotet sind oder zu Öl verarbeitet wurden, beginnt der Oxidationsprozess und die geschroteten Samen bzw. das Leinöl kann schnell ranzig werden.

Leinsamen lassen sich auch zu Mehl vermahlen. In der Ölmühle Solling vermahlen wir schonend entölte Leinsaat zu einem feinen Leinsamenmehl, das sowohl zum Backen als auch im Frühstücksmüsli verwendet werden kann.

Auch bei Leinöl sollte man aus dem Grund der raschen Oxidation darauf achten, stets ein frisches Öl zu verwenden, dieses innerhalb von 8-10 Wochen aufzubrauchen und es nach dem Öffnen im Kühlschrak aufzubewahren. Geschrotete Leinsamen sollten ebenfalls im Kühlschrank und gut verschlossen und vor Sauerstoff geschützt aufbewahrt werden. 

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Fragen und Antworten

Was sind Omega-3-Fettsäuren?

Omega-3-Fettsäuren sind ungesättigte Fettsäuren und hoch aktive Moleküle, die der Gruppe der sogenannten Omega-n-Fettsäuren angehören. Neben den Omega-3-Fettsäuren gibt es z.B. die Omega-6-Fettsäuren. Da der menschliche Körper in der Regel Omega-Fettsäuren nicht selbst herstellen kann (bzw. nicht in ausreichenden Mengen) und sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen, bezeichnet man diese Fettsäuren als essenziell. Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und sind ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Zellmembranen.

Das optimale Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren reichen nicht aus, um den Körper bzw. die Zellmembranen zu versorgen. Besonders wichtig ist das richtige Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Da Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend und Omega-6-Fettsäuren entzündungsfördernd wirken, wird ein bestimmtes Verhältnis benötigt, um einen entzündungsneutralen Zustand herzustellen. Liegen diese beiden Omega-Fettsäuren im Ungleichgewicht vor, können sich sogenannte stille Entzündungen bilden, wodurch Krankheiten begünstigt werden können. Das ideale Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren liegt bei 3:1. Hierzulande herrscht in der Ernährung häufig ein Ungleichgewicht zwischen den beiden Fettsäurearten, denn Omega-3-Fettsäuren liegen oft nicht in ausreichender Menge vor und kommen in gängigen Lebensmitteln seltener vor.

Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren

Eine wichtige, pflanzliche Omega-3-Fettsäure ist die sogenannte Alpha-Linolensäure, kurz ALA. Sie wird zur Energiegewinnung verstoffwechselt und kann vom Körper in geringen Teilen in weitere essenzielle Omega-3-Fettsäuren umgewandelt werden (z.B. in Eicosapentaensäure (EPA), Docosapentaensäure und Docosahexaensäure (DHA)). Da die Umwandlungsrate jedoch sehr gering ist, ist es empfohlen, diese weiteren Omega-3-Fettsäuren zusätzlich in Form von Algenöl, Fisch oder Meerestieren aufzunehmen, denn insbesondere Kaltwasserfische sind bewährte Quellen für DHA und EPA.

Speiseöle als Omega-3-Lieferant

Eine Reihe von kaltgepressten Speiseölen sind ideal, um den täglichen Bedarf an der pflanzlichen Omega-3-Fettsäure ALA zu decken. Mühlenfrisches Leinöl beispielsweise besteht zu 50 g pro 100 g aus ALA. Chiaöl hat mit einem Gehalt von 60 g pro 100 g einen noch höheren Anteil. Auch Leindotteröl, das zwar einen ähnlichen Namen wie Leinöl trägt, jedoch aus den Samen einer vollkommen unterschiedlichen Pflanze hergestellt wird, überzeugt mit einem Gehalt von rund 40 g pro 100 g Alpha-Linolensäure ebenfalls als guter ALA-Lieferant. Unsere Omega DHA Öle mit Leinöl und Algenöl liefern sowohl ALA als auch DHA in größeren Mengen. Hier reicht beispielsweise eine tägliche Dosierung von 16 g (zirka 2 Esslöffel) der Speiseölmischung aus, um den täglichen Bedarf an DHA und ALA zu decken.

Zugelassene Health Claims für ALA und DHA

Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat in der Health-Claim-Verordnung folgenden gesundheitsbezogenen Angaben für DHA und ALA bereits zugestimmt:

  • ALA trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 2 g ALA ein. Achten Sie auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und gesunde Lebensweise.
  • DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Sehkraft, Gehirn- und Herzfunktion bei. Die positive Wirkung stellt sich bei einer täglichen Aufnahme von 250 mg DHA ein. Achten Sie auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und gesunde Lebensweise.

Eigenschaften von Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sind allesamt sehr oxidationsempfindlich, können durch Sauerstoff und Wärme leicht zerstört werden und somit ihre Wirkung verlieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, Öle, die viele Omega-3-Fettsäuren enthalten, nicht zu stark zu erhitzen (z.B. durch Braten) und vor UV-Strahlen und Sauerstoff zu schützen. Insbesondere Leinöl, Leindotteröl und Öle mit DHA aus Algenöl, wie unsere Omega DHA Öle, sollten nach Anbruch gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Wir empfehlen es zudem, diese Öle stets kalt zu verwenden bspw. zu Salaten, Gemüsen, Müsli oder Quark. Zum Braten sind sie ungeeignet.


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