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Ölziehen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Welche Öle eignen sich fürs Ölziehen?
  2. Ölziehen – wie geht das?
  3. Die Vorbereitung
  4. Die Durchführung
  5. Vorteile des Ölziehens

Ölziehen ist ein wichtiger Bestandteil des Ayurveda, der traditionellen indischen Heilkunst. Beim Ölziehen (manchmal auch Ölkur, Ölkauen oder Ölsaugen genannt) wird eine kleine Menge unraffiniertes, natives Pflanzenöl im Mund 10 bis 20 Minuten lang hin- und herbewegt. Das soll die Mundhygiene verbessern, aber auch Bakterien und andere Krankheitserreger aus dem Mundraum und damit aus dem Körper ausleiten.
Mittlerweile findet das Ölziehen auch bei uns immer mehr Anhänger. Viele Menschen schwören darauf, dass das Ölziehen nicht nur zu einem angenehmeren Mundgefühl beiträgt, sondern ihnen insgesamt zu einer besseren Gesundheit verhilft.

Welche Öle eignen sich fürs Ölziehen?

Da das Öl über längere Zeit im Mund verweilt, sollten fürs ayurvedische Ölziehen vor allem kaltgepresste, unraffinierte Pflanzenöle mit einem angenehmen oder neutralen Eigengeschmack eingesetzt werden. Da das Öl 10 bis 20 Minuten auf die empfindliche Mundschleimhaut einwirkt, sollte die Auswahl eines dafür bevorzugten Öles unbedingt auf  Bio-Pflanzenöle ausgerichtet sein, die aus  Ölsaaten und Nüssen aus kontrolliert biologischem Anbau und kalt gepresst werden. Auch dürfen sie keine Rückstände von Pestiziden oder anderen Schadstoffen enthalten. Keine Sorge: alle Bio-Ölspezialitäten der Ölmühle Solling werden darauf hin geprüft.
Für welches Öl Sie sich entscheiden, ist Geschmackssache. Wir empfehlen fürs Ölziehen vor allem unser wohlschmeckendes Kokosöl EG-Bio oder unser Kokosöl Naturland Fair (siehe auch Ölziehen mit Kokosöl). Aber auch Sesamöl, Leinöl oder Sonnenblumenöl können Sie für das tägliche Ölziehen  verwenden. Manche mögen‘s nussig und bevorzugen Walnussöl, aber auch eine fruchtige Note wie im Maracujaöl, Pflaumenkernöl oder vom aromatischen Mandel-Vanille-Öl können dazu beitragen, den Tag mit einer Gaumenfreude zu beginnen.

Ölziehen – wie geht das?

Der beste Zeitpunkt für das Ölziehen ist der Morgen. Sollten Sie jedoch morgens unter Zeitdruck stehen, können Sie auch jeden anderen Zeitpunkt des Tages für das Ölziehen wählen. Wichtig ist nur, dass Sie sich 10 bis 20 Minuten dafür reservieren und es möglichst jeden Tag oder zumindest drei- bis viermal in der Woche durchführen.

Die Vorbereitung

Jedes Mal, bevor Sie mit dem Ölziehen beginnen, sollten Sie die Zunge mit einem Zungenschaber von Belag befreien. Auf diese Weise reduzieren Sie die Zahl der Bakterien, die sich im Öl ansammeln. Haben Sie keinen Zungenschaber, können Sie für die Zungenreinigung auch einen umgedrehten Esslöffel nehmen und mit ihm vorsichtig von hinten nach vorn zwei- bis dreimal über die Zunge streichen. Reinigen Sie den Löffel nach jedem Mal. Danach spülen Sie den Mund mit etwas Wasser aus. Die Zähne putzen brauchen Sie vor dem Ölziehen nicht – das erledigen Sie im Anschluss.

Die Durchführung

Nehmen Sie etwa einen Teelöffel des von Ihnen gewählten Öls in den Mund und bewegen Sie das Öl anschließend hin und her, so als ob Sie eine Mundspülung benutzen. Ziehen Sie das Öl immer wieder zwischen den Zähnen durch und benetzen Sie den kompletten Mundraum damit.

Da das Ölziehen die Speichelproduktion anregt, vermehrt sich dabei die Menge des Mundinhalts. Das Öl vermischt sich langsam, aber sicher mit dem Speichel. Dabei löst es Speisereste, Bakterien und andere Mikroorganismen von den Zähnen, der Zunge und von der Mundschleimhaut und nimmt diese in sich auf.

Da 10 oder gar 20 Minuten recht lang werden können, wenn Sie sich ausschließlich aufs Ölziehen konzentrieren, nehmen Sie sich für diese Zeit noch etwas anderes vor. Duschen Sie währenddessen, bereiten Sie das Frühstück vor, gießen Sie die Blumen, räumen Sie auf oder tun Sie, was sonst noch getan werden muss. Das hat noch einen weiteren Vorteil: Die Mundbewegungen fallen dann weniger kräftig aus und überanstrengen den Kiefer nicht, der Bewegungen in dem Ausmaß nicht gewöhnt ist.

Am Ende des Ölziehens schlucken Sie das Öl bitte nicht hinunter, sondern spucken es in ein Taschentuch, das Sie danach wegwerfen. Putzen Sie sich im Anschluss die Zähne. Bereits nach einigen Malen Ölziehen werden Sie vermutlich feststellen, dass sich Ihre Mundschleimhaut geschmeidiger anfühlt und Ihre Zähne glatter.

Vorteile des Ölziehens

Ölziehen soll laut ayurvedischer Lehre verschiedene positive Auswirkungen auf den Mundraum und den gesamten Körper haben. So soll es für einen besseren Atem und eine gesündere Mundflora sorgen und sich damit auch positiv auf die Zahngesundheit auswirken. Weil es Bakterien aus dem Körper ausleiten soll, soll es zudem positive Effekte auf die gesamte körperliche Verfassung haben.

Die bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen, die zum Ölziehen durchgeführt wurden, sind jedoch noch zu wenig aussagekräftig, um all diese Auswirkungen zu bestätigen. Doch eines ist auch klar: Ölziehen schadet nicht. Durch das Ölziehen bieten sie dem Körper die Möglichkeit unerwünschte Stoffe über die Schleimhäute und die Zunge auszuscheiden und diese regelmäßig aus dem Stoffwechsel des Körpers zu entfernen. Es kann sich also lohnen, erstmals dieses traditionelle ayurvedische Heilverfahren mit einem der mühlenfrischen, nativen Pflanzenölen der Ölmühle Solling auszuprobieren.

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