Rapsöl zum Braten

Rapsöl nativ

Dieses reine Rapsöl wird aus unge-schälter Rapssaat mühlen-frisch kalt gepresst. Mild im Geschmack, mäßig erhitzbar (z. B. zum Kurzbraten) und besonders vielseitig verwendbar.
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Inhaltsverzeichnis:

  1. Eignung von Rapsöl zum Braten
  2. Kurzbraten mit Rapsöl
  3. Rezeptideen
  4. Alternativen
  5. Konventionelle Rapsöle

Ist Rapsöl zum Braten geeignet?

Rapsöl ist ein vielseitig einsetzbares Speiseöl, das sowohl in der kalten als auch in der warmen Küche seine Anwendung findet. Aufgrund seines betont nussigen Geschmacks ist Rapsöl ideal für die Verfeinerung von Salaten, daher verwenden wir das Rapsöl zu großen Anteilen in unseren drei Salatölvarianten - würzig, kernig und fruchtig. Zudem kann das Rapsöl auch zum Dünsten oder Backen verwendet werden. Zum Braten sollte das kaltgepresste Rapsöl, nicht über 170° C erhitzt werden, am besten nur zum Kurzbraten verwenden.

Gewusst wie: Kurzbraten mit Rapsöl

Wenn Sie Rapsöl zum Kurzbraten verwenden möchten sollten Sie zunächst sicherstellen, dass die Pfanne nicht zu heiß ist, hierbei sollte eine Temperatur von 170° C auf keinen Fall überschritten werden. In der Praxis hat sich bewährt die Pfanne kurz vor der Eingabe des Rapsöls zu erwärmen und danach die jeweilige Speise für drei bis maximal fünf Minuten darin zu braten. Diese Art des Bratens eignet sich daher besonders gut für das Anbraten und Dünsten von Gemüse wie Paprika, Zwiebeln oder Pilzen.

Ideen für den Einsatz von Rapsöl

In Salatdressings für gemischte Salate

In Kombination mit Kräutern, Zucker und Salz entsteht auf einfache Weise ein einzigartiges Dressing.

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Als Marinade für Fleisch und Fisch

Mit frischen Kräutern, Salz & Peffer und etwas Essig entsteht schnelle eine schmackhafte Marinade für Fisch- und Fleischgerichte.

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Zum Dünsten von Gemüse

Frisches, geschältes Gemüse im Dampfkocher für etwa 5 Minuten garen, danach mit Salz bestreuen und 4-5 Esslöffel Rapsöl darüber träufeln

Alternativen zum Rapsöl

Wenn Sie ein Speiseöl speziell zum Braten suchen, können wir Ihnen alternativ unser Woköl oder das "High Oleic" Bratöl anbieten. Dies besteht aus einer Kombination von Erdnuss- und Kokosöl, beide Öle sind hoch erhitzbar und damit ideal für den Einsatz in der Pfanne.

Was ist der Unterschied zwischen einem kalt gepressten Bio-Rapsöl und einem handelsüblichen, raffiniertem Rapsöl?

Native Bio-Rapsöle werden auf kleinen Spindelpressen nur mechanisch bei niedrigen Temperaturen (< 40°C) kalt gepresst und keiner weiteren Behandlung (Raffination) unterworfen. Die Qualität des Öles ist abhängig von der Qualität der Ölsaat (00-Raps aus kontrolliert ökologischem Anbau). Native Rapsöle enthalten eine Vielzahl von sekundären Pflanzenstoffen und die fettlöslichen Vitamine A und E. Sie zeichnen sich durch einen milden, typisch saatig - nussigen Geschmack aus und besitzen eine natürliche, goldgelbe Farbe.

Handelsübliche Rapsöle sind meist raffiniert, d.h. sie unterliegen einem physikalisch-chemischen Eingriff, der die natürliche Beschaffenheit und die Eigenschaften der Öle sowie auch die Haltbarkeit stark beeinflussen. Die Raffination wird ausführlich bei wikipedia beschrieben: https://de.wikipedia.org/wiki/Raffination

Wir fassen das Wichtigste hier zusammen:

Raffination von Pflanzenölen oder -fetten

Die Raffination von Pflanzenölen und -fetten ist ein Bearbeitungsschritt nach der Herstellung dieser Produkte nach dem Prinzip der Heißpressung. Bei der Raffination werden unerwünschte Begleitstoffe aus dem vorher produzierten Rohöl (Truböl) entfernt (z. B. Pigmente, Geruchs-, Geschmacks- und Bitterstoffe), die Einfluss auf die Qualität der Produkte haben können. Hierbei geht es im Wesentlichen um Geschmack, Haltbarkeit, technische Weiterverarbeitung, Geruch und Farbe.

Zwei Verfahren der Raffination kommen alternativ zur Anwendung. Erstens ist dies die Chemische Raffination mit den Bearbeitungsschritten:

Zweitens die Physikalische Raffination mit den Bearbeitungsschritten:

Bei der chemischen Raffination entfernt zunächst die Entschleimung Phospholipide, Glycolipide, freie Zucker und Metallionen aus dem Öl. Dies geschieht durch den Einsatz von verdünnter Phosphorsäure.
Bei der Neutralisation werden mittels Natronlauge freie Fettsäuren, die mit 0,3 bis 0,6 % im Öl enthalten sind, abgetrennt.

Die Bleichung mit Bentoniten und Bleicherden wird der größte Teil der Farbstoffe sowie Reste von Schleimstoffen, Seifen, Spurenmetallen und Oxidationsprodukten entfernt.
Bei der Dämpfung erfolgt eine Wasserdampfdestillation bei ca. 180° - 220°C um geruchs- und geschmacksintensive Begleitstoffe zu entfernen.

Wegen der hohen Temperaturen bei der Desodorierung ist der Gehalt bestimmter erwünschter Begleitstoffe sowie der ernährungsphysiologisch positiven Tocopherole im Öl verringert.
Im Gegensatz zum Verfahren der Heißpressung, bei der die Raffination der Rohöle (Truböle) durchgeführt wird, entfällt dieser Schritt bei der Kaltpressung, die vor allem in dezentralen Ölmühlen genutzt wird. Bei diesem Verfahren wird das Rohöl (Truböl) lediglich filtriert.

Das Koppelprodukt bei der Herstellung von Pflanzenöl nach dem Heißpressverfahren wird Extraktionsschrot genannt, das Koppelprodukt bei der Kaltpressung dagegen als Presskuchen bezeichnet. In sämtlichen raffinierten, also gereinigten, Pflanzenölen sind 3-MCPD-Fettsäureester zu finden, wobei die Gehalte sich zum Teil stark unterscheiden. 3-MCPD wurde 2011 von der International Agency for Research on Cancer (IARC) als „mögliches Humankarzinogen“ eingestuft. Außerdem entstehen bei Ölen mit einem Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren die sogenannten trans-Fettsäuren, die schon seit vielen Jahren als sehr gesundheitsschädlich eingestuft werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Trans-Fetts%C3%A4uren
Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Wir raten Ihnen: greifen Sie lieber zu einem nativen, kalt gepressten Bio-Speise-Rapsöl!

Weiteres zum Rapsöl erfahren Sie hier.

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